An einem strahlenden Samstagmorgen trafen sich 19 Männerriegler am Bahnhof Pfungen.
Selbst unser Tourenführer Chrigel war, ganz unüblich für ihn, 5 Minuten zu früh da. Unter dem Einsatz von vier Zügen, einem Bus und einer Standseilbahn (der steilsten der Schweiz) erreichten wir Stoos. Ein kurzer Fussmarsch führte uns zum „Alpstübli“, das klingt nach einer kleinen Hütte, ist aber ein fulminantes Hotel. Nach dem Zimmerbezug kamen wir doch noch zu unserem Morgenkaffee, der auf der Fahrt wegen der vielen Umsteigerei auf der Strecke geblieben war.
Bei perfektem Spätsommerwetter machten wir uns auf den Weg durch Stoss hinauf zur Metzghütte, wo uns fürstliche kalte Plättli zum Mittag serviert wurden. Der Tee dazu war für die MR zwar etwas unüblich, er schmeckte nach der körperlichen Ertüchtigung aber gar nicht mal so schlecht. Allerdings wurde er aus der einen oder anderen Taschenflasche individuell gestreckt.
Dann ging es auf dem teilweise recht steilen, für manche ziemlich anstrengenden Weg auf den Chlingelstock. Die Geschlossenheit der MR löste sich beim Aufstieg zwar etwas auf, doch über kurz oder lang erreichten alle den Gipfel. Immerhin über 700 Höhenmeter lagen hinter uns. Nach einem „primitiven“ Gipfeltrunk aus Rogers Gepäck ging es weiter den Grad entlang, auf und ab, mit grandiosem Rundumblick auf die ganze Innerschweiz – die Dreitausender im Süden, Pilatus, Rigi, Mythen und dem Urner und Vierwaldstätter See.
An den steilen Hängen schwangen Wildheuer so pittoresk ihre Sensen, dass wir uns überlegten, ob die wohl extra zur Erbauung der Wanderer vom Tourismusbüro angestellt werden.
Auf dem Fronalpstock, unserem zweiten Gipfel am ersten Tag, konnten wir uns herrliche zwei Stunden lang von den Strapazen ausruhen, bevor uns der Sessellift zurück zum Alpstübli brachte.
Das Nachtessen war perfekt und reichlich, dazu wurde allerlei Begleitmusik geboten – vom professionellen Handorgel-Duo bis zur (Haus-)Frauen Steelband. Der Abend klang aus beim vorabendliche Barbetrieb zum Eidgenössischem Frauen- und Meitlischwingfest. Hier waren keine Verletzten zu verzeichnen.
Am nächsten Morgen nahmen wir die Luftseilbahn direkt von Stoos nach Morschach. Schon nach 500 m lockte die schönste und auch einzige Gartenbeiz am Wegesrand zur Kaffeepause. Die ausgedehnte Rast tat uns gut, da es anschliessend – entgegen dem Tourenbeschrieb – nochmals so richtig bergauf ging. In Sisikon bestiegen wir den altehrwürdigen Raddampfer „Stadt Luzern“ in Richtung Brunnen. Von dort aus ging es wieder Zug um Zug zurück nach Pfungen. Die Männerriege dankt Chrigel für eine perfekt organisierte Turnfahrt.
Bericht und Bilder von Andy Kirchheim































































