„Hurra Hurra, s’Eidgenössische isch da!"  Voller Elan trafen wir uns am 21. Juni um 6.00
Uhr in der Linde. Nach einer kleinen Stärkung marschierten wir zum Bahnhof, um
die Reise nach Frauenfeld anzutreten

Nach intensivem Training wollten
wir uns nun in die ersten Disziplinen stürzen. Trotz rechtzeitigem Auftrag an
Petrus für strahlendes Sommerwetter, liess er uns im Stich. Der Himmel färbte
sich gefährlich schwarz und der Weltuntergang schien uns bevor zustehen.
Während die Gym-Truppe auf ihren Einsatz wartete, versuchten die
Kugelstösser/Innen ihr Glück. Mit den ersten grossen Regentropfen um 10.00 Uhr
und der Durchsage „Abbruch" konnten sich 27 schwarz-weiss-rot gekleidete Turner/Innen
gerade noch rechtzeitig unter ein kleines Zelt retten! Amüsiert beobachteten
wir die flüchtende Menge. Nach etwa 20 Minuten liess der stärkste Regen nach
und wir versuchten unser Glück erneut. Unter aufmunterndem Jubel zeigten wir
unsere Gymnastik auf dem aufgeweichten, matschigen Rasen. Unsere Gymnastik
schlug ein wie der Blitz im Festgelände: Wir erhielten die sensationelle Note
8.95! Doch auch die Kugelstösser/Innen schlugen sich wacker und erreichten die
Note 7.40. Nachdem wir wieder einigermassen trocken waren, begaben wir uns in
Richtung Geräte-Halle sowie zum Steinstossen. Nervös aber konzentriert wagten
wir uns an den zweiten Wettkampfteil. Mit unseren guten Leistungen begeisterten
wir auch unsere einheimischen Fans. Mit den Noten 8.67 in der Gerätekombination
und 8.75 im Steinstossen waren mir mehr als zufrieden. Nun war für manche
Mäuler die Zeit zum Essen da. Denn hungrig wollten wir uns nicht in den letzten
Wettkampfsteil begeben. Ob im 80 Meter-Lauf, Schleuderball oder Steinheben,
überall wurde das Beste gegeben. Die Note der Steinheber hob sich von den
restlichen Leistungen ab. Mit einer glatten 9 erreichten diese Turner unsere
beste Turnfestnote. Die restlichen Turner/Innen hatten keinen Grund zum weinen.
Die Noten 7.92 in der Pendelstafette und 7.33 im Schleuderball waren ebenfalls
zufriedenstellend. Für die Pfungemer Turner und Turnerinnen war der Wettkampf
somit beendet. Wir konnten auf einen erfolgreichen Tag zurückblicken. Diesen schönen
Moment hielten wir mit einem Vereins-Foto fest. Einige traten bereits danach
die Heimreise an, andere vergnügten sich in der Festmeile oder in den diversen
Bars. Früh oder spät, jeder fand den Weg zu seinem Schlafplatz. Alle
überstanden die Nacht bestens, wobei nicht jedes Zelt den harten Turnfest-Anforderungen
standhielt. J 

Für den zweiten Tag war ein kleines
„Reisli" geplant. Mit dem Zug nach Romanshorn und dann ab auf den Velosattel,
bis nach Kreuzlingen. Mit einigen Unterbrüchen kamen wir mehr oder weniger
gemeinsam in der Jugendherberge in Konstanz an. Unsere beiden Freunde, Po- und
Rückenschmerzen, waren auch mit dabei. Die Zimmer wurden schnell bezogen. Nach
dem Nachtessen ging es los ins Konstanzer Nachtleben. Die lockere Atmosphäre in
einem Pub liess die Nacht schnell vorüber ziehen.

Unsere Repräsentanten für den Fest-Umzug
verliessen uns und die Jugendherberge um 7.00 Uhr in der Frühe. Die restlichen
Siebenschläfer besammelten sich (naja fast alle) pünktlich um 9.30 Uhr für die
Rückkehr zum Festgelände nach Frauenfeld. Dort trafen die Frühaufsteher und die
Siebenschläfer wieder zusammen und tauschten die erlebten Ereignisse aus. Das
übergrosse Festgelände erschwerte uns das gemeinsame Festen. Die Turner
verloren sich langsam aus den Augen. Ob in der Siebenschläfer-Bar, im Luna-Park
oder im Turnfest-Tower, jeder verbrachte den Abend in gemütlicher Gesellschaft.
Am Sonntagmorgen war der Turnverein in Aufbruch-Stimmung. In der Arena fanden
wir keinen Platz um die Abschlussfeier mitzuverfolgen. Es war jedoch nicht
sonderlich schwer, sich am restlichen Eidgenössischen Turnfest, die Zeit zu
vertreiben. Am frühen Abend trafen wir mit unserem Extra-Zug in Pfungen ein.
Wir staunten nicht schlecht, dass so viele Dorfmitglieder Zeit fanden, uns
festlich zu empfangen. An dieser Stelle, ein herzliches Dankeschön an alle
Beteiligten. In Begleitung des Musikvereines marschierten wir gemeinsam an den Ausgangspunkt
unseres 4-tägigen Trips. Die Linde hiess uns auch nach 4 aufregenden,
energieraubenden Tagen mit einem Apéro wiederum herzlichen Willkommen. 

Nun können wir auf ein
erfolgreiches und spassiges Turnfest zurückblicken. So schnell werden wir dies
wohl nicht vergessen. Zum Schluss bedanken wir uns bei den Organisatoren, aber
auch bei der Gemeinde, für den gesponserten Apéro. Ein besonderer Dank gilt den
Leitern des Turnvereins und der Damenriege Pfungen, die wöchentlich mit uns
trainierten und deren Geduld nie verloren ging. „Merci viel Mal!"J
 

Für die Damenriege und den
Turnverein Pfungen

 

Nicole Zahnd

Marcelle Loosli

Nadja Tonet