Das vergangene Vereinsjahr begann mit einem Höhepunkt, der Abendunterhaltung 2014. Mit der Reise durch die Schweiz bis nach Italien haben wir die Iron Rebels auf ihrem turbulenten Auf und Ab begleitet. Dabei sind wir ihnen als strenge Sekretärinnen, Rock’n’Roll-Girls oder Baywatch-Schönheiten begegnet. Hie und da waren wir in diesem Jahr sogar auch im Schauspielteam vertreten. Nicht zuletzt dank unseren tollen Leiterinnen war die Abendunterhaltung ein Erfolg. Das anschliessende Kegeln sowie das Chlausturnen und das Schlussturnen- und der Schlusshock bildeten den Abschluss des Jahres 2014. Letzteres ging wie gewohnt mit ausreichend Humor und Geselligkeit über die Bühne, herzlichen Dank den Leiterinnen und Organisatorinnen des Abends.
Das neue Jahr startete mit dem Abschlussevent der Abendunterhaltung und dem anschliessenden Skiweekend. Bei gemütlichem Beisammensein konnte die Abendunterhaltung nochmals in Erinnerung gerufen werden. Das Skiweekend war dieses Mal etwas dürftig besetzt, aber die Teilnehmenden liessen sich nicht von ihrem Spass abhalten. Danach wurde es für kurze Zeit etwas ruhig im Jahresprogramm. Ende Februar stand dann ein weiteres Mal die PfuDoBö an. Bei gutem Wetter fand der Umzug am Nachmittag statt und zahlreiche Teilnehmende zogen durchs Dorf. Als Damenriege hatten wir für dieses Jahr erstmals ein eigenes Motto. Als tierische Turnerinnen oder viel mehr als turnende Tiere traf man uns am Abend im Giraffen, Schlangen, Löwen, Fuchs, Tiger oder Flamingokostüm an. Insgesamt war es ein erfolgreicher Abend und wir konnten einen besseren Gewinn als letztes Jahr verzeichnen. Am Turnstand Ende März war bereits bei einer provisorischen Abstimmung das Fortführen der Fasnacht auf der Kippe, der TV nahm uns dann im April die definitive Entscheidung ab, indem eine Mehrheit gegen die weitere Durchführung stimmte. Mittlerweile ist die Gemeinde mit Hochdruck dabei, eine Alternative zu finden und gemäss Stadtanzeiger gibt es Hoffnung… Nach den Sportferien galt es auch bereits wieder mit der Turnfestvorbereitung zu beginnen. Das Jahr 2015 sollte das letzte Jahr dieser Gerätekombination werden. Aufgrund des beachtlichen Turnerinnenzuwachs musste das Leiterteam ziemliche Hirnakrobatik anstellen um alle Turnfestteilnehmenden sinnvoll und zufriedenstellend einzuteilen. Bis zum Trainingsweekend übte man bereits fleissig und konnte im April dann erstmals die Gymnastik im Freien üben. Unsere Leiterinnen haben zusammen mit dem TV wieder ein intensives Programm zusammengestellt, was uns den einen oder anderen Muskelkater bescherte. Am Samstagabend hatte man im Stars and Stripes in Brütten reserviert und stiess dort auf etwas unflexibles Personal. Nach einigen eindringlichen und überzeugenden Worten des TV-OTs konnte man dann aber doch mehr oder weniger das bestellen, was man wollte. Somit war es ein gelungener Abend und am Sonntag waren alle wieder gestärkt, obwohl vereinzelte Kandidaten sich etwas zu fest mit Flüssigem gestärkt hatten. Dennoch war es ein erfolgreiches Wochenende, herzlichen Dank den Leiterinnen und Leitern. Der erste Wettkampf war dann noch gut 6 Wochen entfernt, was für uns bedeutete, dass die Schonfrist vorbei war. Die Zeit bis zu den Turnfester war für unser Leiterteam sehr turbulent. Einerseits war die Leitersituation für den Barren nicht ganz einfach, was für die Turnerinnen nicht optimal war und andererseits erhielt es praktisch wöchentlich Unfallmeldungen oder kurzfristige Abmeldungen für das Turnfest. Dies forderte das Leiterteam enorm, da ständige Ersatz gesucht werden musste oder Küren umgeschrieben werden mussten. Ich hoffe sehr, dass wir im nächsten Jahr eine beständigere Turnfestvorbereitung haben und dass sich alle Turnerinnen vorab gut überlegen, was eine Anmeldung bzw. Nicht-Abmeldung für das Turnfest bedeutet. Neben den intensiven Vorbereitungen fürs Turnfest liessen wir es uns aber nicht nehmen, auch noch unseren Horizont zu erweitern. So wagte sich eine kleine Gruppe wackere Turnerinnen ins fern gelegene Elgg ans Faustballplauschturnier. Als Flamingos und Giraffen waren wir neben Gruppennamen wie Füdlichratzer irgendwie doch noch gut unterwegs. Im strömenden Regen vertraten wir die Damenriege Pfungen mit Stolz. Auch wenn viel Zeit im Matsch am Boden verbracht wurde, waren wir mit unserer Leistung mehr als zufrieden. Kein Sorge, auch am Abend in der Bar machten wir der DR Pfungen alle Ehre. Da war sogar der ein oder andere Elgger noch beeindruckt. Aber wieder zum Ernst des Lebens. Auf die Teilnahme am beliebten Chläggi-Cup mussten wir in diesem Jahr leider verzichten. Aufgrund der vielen Anmeldungen war wohl kein Platz mehr für den exotischen Turnverein aus dem Züribiet. Im Hinblick auf die doch immer sehr turbulenten Heimreisen aus dem schönen Wilchingen war dies aber vielleicht in gewisser Weise auch besser so?! Den freigewordenen Termin haben wir ganz einfach in ein Pfungemer Trainingsnachmittag umgewandelt, den wir doch auch ziemlich nötig hatten. Die beiden Turnfeste im Juni wurden dann erst recht mit Spannung erwartet und mit hohen Zielen reisten wir ins Stammertal an die RMS. Dieses Jahr waren wir für den Sonntag eingeteilt und alle Turnerinnen und Turner hatten sich dem Wettkampf verschrieben und sind am Samstag mehr oder weniger brav früh ins Bett. Wir starteten den Wettkampf mit der LA. Die Sprinter hatten eine etwas unebene bzw. ansteigende Rennbahn, zeigten aber dennoch eine sehr gute Leistung und erzielten eine Note von 8.69. Im Schleuderball lief es wie geschmiert und wir erzielten grandiose Resultate, die Endnote lag bei 9.07! Danach stand die Gerätekombination und das Kugelstossen an. Der Durchgang der Geräteturnerinnen gelang gut und wir ernteten von unseren treuen Fans tosenden Applaus. Die Kugelstösser erlangten eine 8.32, die GKler eine 8.17. Damit konnte man zufrieden sein. Als letztes hatten wir die Gymnastik zu bestreiten. Naja, es hätte sicher besser laufen können und kurz nach dem Auftritt war die Enttäuschung über diverse Patzer gross. Umso mehr waren wir überwältigt vor Freude über die super gute Note von 9.3 mit der wir den Regionalmeistertitel ergatterten! Der Sonntagnachmittag wurde ein Fest und wir genossen unseren Erfolg in vollen Zügen. Alle zusammen reisten wir dann am späteren Abend als gefeierte Sieger zurück – naja fast alle, oder Sarah?
Nach diesem tollen Wochenende war die Saison aber noch nicht vorbei. Es galt nun nochmals zwei Wochen Vollgas zu geben. Auf das KTF Mels waren wir dann sehr gespannt, sollte man dort doch die besten und bestaussehendsten Barrenturner der Schweiz antreffen! Und wie man diese antreffen sollte… Direkt nach unserem Geräteauftritt war der TV Mels an der Reihe, was uns fast das Herz in die Hosen rutschen liess. Aber dazu später. Vor Wettkampfbeginn hatten wir die Gelegenheit das Festgelände zu erkunden und dabei den Coop-Stand zu plündern sowie einmalige Erinnerungsfotos zu schiessen. Der Wettkampf am Freitag begann mit der LA. Eine Delegation von Schleuderball-Athletinnen und Läuferinnen machte sich zu ihren Wettkampfplätze auf. Aber wo blieb den Yvonne und wo waren Milenas Nagelschuhe? Auf die letzte Minute kam wieder mal alles gut, ohne Nervenkitzel wäre es ja langweilig. Vielleicht ersprinteten die Läuferinnen dank des Adrenalins die super Note von 9.10? Die Schleuderballfraktion konnte zwar persönliche Bestresultate erzielen war in Mels aber doch etwas weniger erfolgreich und erlangte eine 8.43. Als nächstes Stand dann die Gymnastik an. Auch hier durften wir wieder auf treue Fans zählen, was uns natürlich ganz besonders freute. Wir zeigten einen sehr guten Durchgang und hatten das Gefühl unsere Darbietung vom Stammertal deutlich getoppt zu haben. Die Note von 8.98 sagte dann etwas anderes, dennoch konnten wir damit sehr zufrieden sein. Zuletzt durften wir dann vor einer vollen Tribüne unsere Gerätekombination zum allerletzten Mal zeigen. Emotional geladen war das schon und wir gaben nochmals alle unser Bestes und zeigten eine wirklich gute Performance, die mit der tollen Note von 8.73 belohnt wurde! Da kann sich der TV Mels als unser Platznachfolger doch eine Scheibe abschneiden, oder? Jedenfalls feierten wir mit dieser Note einen gebührenden Abschied unserer GK und uns bleibt nur noch zu sagen: „Wir waren geboren um zu turnen, mit den Wundern jeder Zeit, sich niemals zu vergessen, bis in aller Ewigkeit.“. Danach hatten wir das Feiern verdient und nutzten dies auch voll aus. Geschlafen wurde natürlich wenig und wenn, dann auch mal direkt neben der Gymnastikbühne. Immerhin ein kleines Upgrade zur letztjährigen Gemeindeverwaltung. Der Samstag war dann vom Tagesausflug mit River-Rafting bei kalten Temperaturen geprägt. Die eine oder andere holte sich da natürlich eine Erkältung, was dann aber erst ein paar Tage später zu spüren war.
Nach den beiden Turnfestern begann der lockere Teil des Jahres. Obwohl, unsere LA-Sektion trainierte kurz danach bereits für den Deutweg anfangs September. Die Sommerferien standen somit im Zeichen von Plausch und Leichtathletik. Da die Sommerferienprogramm-Abende relativ dürftig genutzt wurden, wird es nächstes Jahr nur noch zwei bis drei Anlässe während den Sommerferien geben. Vor dem Deutweg stand dann aber erstmals das Plauschturnier statt des Plausch Triathlons an. In zufällig zusammengestellten Mannschaften mussten vier Spiele bestritten werden und keine musste sich alleine „blamieren“. Es nahmen viele Damenrieglerinnen, TV-ianer und Männerriegler teil und verbrachten einen gemütlichen Abend. Danke an Sarah F. für die Mitorganisation. Eine Woche später galt es am Sonntag dann Ernst für die LA-Gruppe. Die Jungmannschaft war bereits grandios vertreten und hüpfte und sprang wie junge Rehli durch den Wettkampf. Die Gruppe holte sich 4 Auszeichnungen, ein toller Erfolg! Danke an Sarah für’s Leiten und Organisieren! Die Damenriegenreise, die jeweils im September stattfinden würde, fand aufgrund mangelnder Anmeldungen, aber auch etwas kurzfristiger Organisation leider nicht statt. Es wäre toll, wenn sich für das nächste Jahr jemand für die Organisation interessieren würde und so viele Turnerinnen wie möglich zur Teilnahme begeistert. Einen Mangel an Geselligkeit haben wir aber zum Glück nicht, im Oktober durften wir dank der guten Leistungen der LA-Turnerinnen bei Sarah Meier zu Hause ein Plättli zur Vorspeise und ein Fondue zum Hauptgang geniessen. Seit den Herbstferien sind die meisten Turnerinnen mit dem Leiterteam daran, einen weiteren Auftritt vorzubereiten. An der Feuerwehrkommandantenversammlung im Januar dürfen wir wieder einmal unseren Unterhaltungswert beweisen. Ich danke an dieser Stelle dem Leiterteam für seinen unermüdlichen Einsatz für unseren Verein und bewundere euch für eure stete Energie, Dinge anzupacken und eure nie endende Kreativität. Ebenfalls danke ich dem Vorstand für seinen Einsatz, der meist im Hintergrund stattfindet, jedoch nicht minder wichtig ist.
Das Jahr 2014/15 war für mich das letzte Jahr als Präsidentin und somit ist dies auch mein letzter Jahresbericht. Für das neue Vereinsjahr wünsche ich allen Turnerinnen, insbesondere auch dem Leiterteam und den Vorstand weiterhin viel Elan und Freude und bin gespannt im November 2016 dem Jahresbericht von Sarah zu lauschen…