Am Morgen des 5. Juni treffen sich die einen Jugis zuerst im Coop und dann am Bahnhof. Spannungsgeladen warten alle auf den wie immer gut organisierten Zug nach Winterthur.
Letzte Freudentränen ergiessen sich aufs Perron, 2ruhige Tage kommen auf einige Eltern zu. Von Winterthur nach Will geht's viel zu schnell. Schon wieder umsteigen aufs Toggenburgrli. Wir fahren gemächlich der Thur entlang bis nach Nesslau. Sackbahnhof- umsteigen auf die Wanderschuhe. Die Stimmung ist gut, das Wetter hält sich. Es ist bewölkt und darum nicht zu heiss zum Wandern. Wir spazieren entgegen dem Thurlauf, das heisst, immer ein wenig Bergauf. Das gibt Hunger und Durst "Wann und wo gibt's Mittagspause und bis wohin müssen wir noch?" Auf einer Wiese gibt's dann die wohlverdiente Rast. Alle packen ihre Brote und Getränke aus. Bis auf einen:" Ich habe aber nur Würste zum grillen dabei!" Also wird mit gemeinsamer Hilfe ein Feuerchen gemacht und gemütlich gebrätelt. Anfangs die Würste und dann noch andere Köstlichkeiten. Was alles durch die Flammen musste wissen nur die Götter. "Auf geht's, los" ruft Roger, und der ganze Bandwurm zieht weiter Richtung Alt St. Johann. Zwischendurch gibt es an einen Wildbach (Thur) eine Rast und einige Jugileiter probieren die Erosion des Ufers zu beschleunigen. Dann kommt der harte Teil der Wanderung. Die Gerade nach Alt St. Johann. Von weitem sieht man den Kirchturm der einfach nicht näher kommen will. Irgendwann geht dann aber auch das zu Ende. Wir haben unterwegs viele Raupen, Ameisen Schmetterlinge und Käfer beobachtet.
Wir treffen im Haus des Eisenbahnervereins Winterthur ein. Schnell sind die Schläge bezogen. Dario hat zum Glück das Abendessen per Auto schon herangeschafft, sodass Güge Nur noch eine Küchenmannschaft zusammentrommelt und zu kochen beginnt. Es gibt Älplermakaronen nach Rumstaler Art. Super zubereitet, danke für den Einsatz. Danach geht's über zum gemütlichen Zusammensein. Leider nachtete es schnell ein, sodass ich nichts Erzählenswertes zu sehen bekam.
Am nächsten Morgen war Kaffee das wohl begehrteste Getränk, und nach einem reichhaltigen Frühstück (es gab auch Joghurt in allen Sorten) wanderten wir zur Sesselbahn Alp Selamatt. Die grosse Jugi folgte dem Toggenburger Sagenweg, die Kleinen kürzten die Wanderung ein bisschen ab. Zur Mittagsrast trafen sich alle wieder beim Wildenmannlisloch. Einige schauten sich die Höhle an, die andern genossen die Sonne und ruhten sich einfach aus. Von hier aus ging es nun Bergab nach Starkenbach. Und wie es runterging! Es wollte nicht aufhören runterzugehen. Aber auch hier kommt einmal die Talsohle und bis zum Postauto ist es nicht mehr weit. Die Extrafahrt bringt uns nach Nesslau wo trotz allen Versuchen den Kiosk zu überfallen, der Zug schon wartete. Bis nach Wil hatte der Schreiber eine Denkpause. Aber laut der Jungs sollen sogar Pantoffeln über die Gleise geflogen sein. Von Will waren wir schnell in Pfungen wo uns eine grosse Schar Eltern und Geschwister mit Sehnsucht erwarteten.
Auch dieses Jahr will ich im Namen aller Eltern, einen Dank und eingrosses Lob allen Jugileitern und Helfern aussprechen. Unfallfrei und ohne Zwischenfälle ging die Reise über die Bühne. Sicher das Resultat einer guten Reisevorbereitung und den richtigen Draht zwischen den Leitern und unseren Jungs.
Bis zum nächsten Mal
Werner Eckert